Stobbe 1776 - ältester bekannter Gin aus Deutschland - deutscher Gin 

Gin aus Deutschland?


Deutscher Gin ist aktuell so beliebt wie vermutlich noch nie zuvor. In zahlreichen Gin-Bars und großen Hotelbars gibt es mittlerweile ein recht großes Angebot an Gin. Woran liegt das und was hat Stobbe Gin damit zu tun?

Deutscher Gin auf dem Vormarsch

Gin aus Deutschland gibt es mittlerweile in einer schier unglaublichen Angebotsbreite, mehr als 300 Ginmarken werden von Gin-Experten aufgezählt. Einige sind auch wie Eintagsfliegen nur mit einer kurzen Lebenszeit gesegnet, andere etablieren sich am Markt. Man darf gespannt sein, wie diese Sparte sich die nächsten Jahre in Deutschland entwickelt.
Ähnlich wie beim Craftbeer-Brauen sind viele kleine Ginmarken am Markt entstanden, wo meist junge Leute erstmals mit dem Thema Gin in Kontakt kommen und durch die Auswahl bestimmter Botanicals (pflanzlicher Zutaten) dem Gin eine eigene Note geben oder geben wollen. Dadurch sind am Markt interessante Gins entstanden, einige Marken verschwinden auch wieder, andere überdauern Jahrzehnte.

Stobbe1776 - Gin aus Deutschland

Der Stobbe1776 Gin ist ein solcher Gin aus Deutschland, der allerdings auf eine sehr lange Tradition zurückblickt. Wie auf unserer Seite 'Geschichte des Stobbe Gins' ausführlich dokumentiert, wurde der erste Stobbe Gin bereits im Jahr 1776 durch Peter Stobbe in der Gegend bei Danzig (damals Westpreussen) gebrannt. Auch wenn Peter Stobbe eigentlich aus einer holländischen Mennonitenfamilie stammte und nur nach Danzig ausgewandert ist, darf man den Gin und die Geschichte des Gins aus dem Hause Stobbe getrost als 'deutsch' bezeichnen. Der Anfang der Branntweinfabrik Heinrich Stobbe geht sogar auf das Jahr 1714 zurück und seit dem Jahr 1617 ruhte bereits auf dem späteren Firmengebäude das Recht, dort Branntwein mit Kräutern zu destillieren. Schon König Friedrich Wilhelm IV. erhielt im August 1844 bei Stobbe Getränke. Was wir heute unter Gin verstehen, wurde damals unter der Bezeichnung 'Machandel' vermarktet. Neben Danzig hat man noch andere Niederlassungen in Westpreussen errichtet - neben der Hauptstätte in Tiegenhof bei Danzig, wo man bis 1945 Gin brannte. Der 2.Weltkrieg brachte zunächst ein Beschlagnahmung der Gin-Fabrikation und eine Deportation des damaligen Besitzers Bernhard Stobbe in den Ural. 1949 freigelassen begann er aber wieder den Aufbau einer Gin-Produktion, diesmal in Oldenburg, wo er 1951 startete, Gin aus Deutschland zu produzieren, immer noch als 'Machandel' bezeichnet. Andere Unternehmen produzierten später, bis das Familienmitglied Uta Stobbe im Jahr 2016 die Markenrechte übernahm und wieder Stobbe-Gin nach dem alten Familienrezept produzieren ließ - angepasst an den Geschmack der heutigen Zeit. Damit dürfte der Stobbe Gin einer der ältesten deutschen Gins überhaupt sein, wenn nicht der älteste Gin aus Deutschland.

Stobbe Gin aus Deutschland ist nur drin, wo Stobbe drauf steht


Noch heute versuchen einige Gin-Hersteller und -Händler mit dem Namen Stobbe zu werben, doch Stobbe Gin ist nur drin, wo Stobbe draufsteht, die Marke ist geschützt. Charakteristisch für den Gin aus deutscher Produktion bei Stobbe ist die Beimischung der Botanicals Bergamotte und schwarze Johannesbeere (und eine Reihe weiterer Botanicals). Diese Kombination an Botanicals hatte es außerhalb des Stobbe Gins nicht gegeben, - vermutlich auch, weil Bergamotte ein sehr hochwertiger und damit auch hochpreisiger Bestandteil für den Gin ist. Nicht nur die Liebhaber deutschen Gins konnte der Stobbe1776 Gin jedoch überzeugen, sondern auch bei internationalen Wettbewerben wurde der Stobbe Gin mehrfach ausgezeichnet. Wettbewerbe und Vergleiche bei IWSC und Falstaff führten zu Medaillen und Siegen für den Stobbe Gin.

Warum deutscher Gin auch im Ausland beliebt ist

Gin aus Deutschland ist auch im Ausland beliebt, weil man dort weiß, mit welcher Akribie deutsche Gin-Brenner den Gin herstellen und welch strenge Vorschriften es in der EU und in Deutschland im Lebensmittelrecht gibt. Die Gin-Herstellung ist auch in einer entsprechenden EU-Verordnung geregelt. Wer im Ausland einen London Dry Gin aus Deutschland kauft, kann sich darauf verlassen, dass dort auch nur das drin ist, was in einen London Dry Gin gehört und nicht etwa Zucker oder andere Bestandteile zugemischt worden sind. Selbst der Alkoholgehalt ist genau geregelt. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr Gin-Sorten als in Großbritannien, was als Wiege des Gins gilt. Und auch mehr Ginsorten als in USA, wo ebenfalls viele Gintrinker ihr Zuhause haben. Gin aus Deutschland ist weltweit begehrt und beliebt.

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